Location: Boggera-Schlucht

Dirk Foto-Spots/ Locations Leave a Comment

Irgendwie bin ich kein großer Fan von Winter-Fotos. Also jedenfalls nicht solche mit Schnee und Eis im Bild. Es ist einfach nicht das, was ich mir persönlich an die Wand hängen würde. Winterbilder wirken immer halt kalt wie der Winter…

Da suche ich mir dann doch lieber Motive mit etwas mehr Farbe und Wärme im Bild. Aufgrund einer Empfehlung aus einem wirklich genialen Buch ( “Wild und Frisch-Tessin / Die schönsten Badeplätze…) , welches ich hier später noch einmal ausführlich vorstellen möchte, machte ich mich dieses Wochenende daher auf zur Boggera-Schlucht im Tessin. Unter Canyoning-Sportlern gilt diese Schlucht als eine der schönsten Europas. Nun ich wollte herausfinden, ob das dann gleichermaßen auch für uns Fotografen gilt. Der Aufstieg war schnell gefunden und nach wenigen Höhenmetern durch den späten Herbstwald lag eine wirklich spektakuläre Landschaft vor mir. Und ja, nun…. wie immer mit dem Problem, das dieser gewaltige Natureindruck zugegebenermaßen dann trotzdem nur sehr schwer auf ein Bild zu bekommen ist. Oft fehlen mir bei solchen Wasserfall-Aufnahmen schlichtweg die Größenverhältnisse und so sieht manch beeindruckender Wasserfall eher wie ein kleines Bächlein aus. Der Versuch, einen solchen Wasserlauf rein als fotografisches Sujet auf ein Bild zu bannen, ist daher von vornherein oft zum Scheitern verurteilt. Hier kann es helfen, wenn man sich der Symbolhaftigkeit eines solchen Motives bewusst wird und sich vom Bildaufbau her mehr auf Details konzentriert, die bewusster das zeigen, was dir das Motiv bedeutet.


Ein wenig zur Ausrüstung: In den Bergen versuche ich seit einiger Zeit, das Packgewicht möglichst gering zu halten. Die Aufstiege hier in den Bergen sind oft schon sportlich und da geht eine schwere Fotoausrüstung ganz schön auf den Rücken. Zumal ich wegen einer möglichst hohen Printqualität hier mit einer Vollformat (EOS 5 DS-R) und dem Tamron 15-30 fotografiere. Beides nicht gerade Leichtgewichte. Daher verzichte ich hier auf große Stative und hab eigentlich außer der Kamera und dem WW-Objektiv nur noch ein kleines Carbon-Reisestativ und 2 Wechsel-Akkus dabei. Und einen Haida 150mm ND-Filter. Darüber hatte ich echt nicht nachgedacht, als ich mir das Objektiv gekauft hatte. Also kleiner Tipp: Wenn ein Neukauf eines Objektives ansteht, achtet auch gleich darauf, das ihr einen möglichst kleinen Filterdurchmesser habt. Die 150er, die für das Tamron 15-30 notwendig sind, gehen echt ins Geld und man überlegt sich das dreimal, einen weiteren Filter zu kaufen.

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